Auszug aus der Eröffnungsrede von Annina Pandiani/Kunsthistorikerin anlässlich der Vernissage:

"Die druckgrafisch anmutenden Gemälde von Barbara Freiburghaus sind illusionistische Konstruktionen, die sich um die Auflösung des Bildgrundes drehen. Bei ihrer Arbeit mit Pigmenten auf Leinwand scheint sie das Gewebe der Leinwand aufzutrennen und verschiedene Papierschichten abzuschälen. Der Linie als Gestaltungselement kommt in ihrem Werk eine bestimmende Rolle zu. Sie setzt die schwarze Linie geordnet als Schraffur zur Erzeugung von Flächigkeit ein oder lässt sie frei verlaufen, wobei sie einen ornamentalen Charakter annimmt. Mit dem Hashtag geschichtenaufleinwand kommt es zum Zerfall und der Verselbständigung der Bildfläche. Der oberflächlichen, digitalen Bildwelt, auf die der Titel der Ausstellung anspielt, wird eine echte Auseinandersetzung mit dem Bild und seinem Grund entgegengestellt - schön, neu, real."